Vom 8. bis zum 17. Oktober 2014 reisen 12 Schülerinnen und Schüler, begleitet von zwei Lehrerinnen , Frau Schipper und Frau Kunsz, zu einem Schüleraustausch nach Peking. Die 25. Middle School feiert ihr 150jähriges Jubiläum, auch dazu sind wir eingeladen. Die ersten Tage ist deshalb auch Herr Frank dabei, leider reist er nach Ende der Feierlichkeiten wieder ab: Der Dienst ruft.

Das Fremdheitsgefühl setzt schon am Flughafen Tegel beim Check-In der Hainan Airlines für den Direktflug nach Peking ein: Es überwiegen die chinesischen Passagiere, wir sind in der Minderheit und wir sind die Anderen, und das wird erstmal auch so bleiben. Vor allem die Blonden unter uns, egal ob weiblich oder männlich, werden bald zu einem beliebten Fotoobjekt. Die Tage in Peking sind angefüllt mit neuen Erfahrungen, Begegnungen: Wir nehmen teil am Unterricht, erhalten Einblicke in die chinesische Kultur, üben uns in Kalligrafie, Seidenmalerei, erleben die Tee-Zeremonie und absolvieren ein umfangreiches Besichtigungsprogramm: Verbotene Stadt, Große Mauer, Himmelstempel und und …

Daneben bleibt Zeit durch die Straßen zu streifen, Märkte zu besuchen, das chinesische Alltagsleben beobachten- eben Peking hautnah zu erleben – und das ist wörtlich zu verstehen, denn es ist voll, überall: auf den Straßen , im Bus und in der U-Bahn. Die Schülerinnen und Schüler wohnen in Gastfamilien und erhalten dadurch ein wirklichen Blick in das Leben der chinesischen Familien, erste Freundschaften entstehen, auch jetzt in Berlin wird gesimst, gemailt …

In den ersten Tagen liegt Peking unter dichtem Smog ( Alarmstufe II), fast alle tragen Schutzmasken, auch wir, auch wenn man an eine Wirkung nicht so recht glauben mag. Die Stadt wirkt gespenstig. Trotz Fahrverbots stehen alle im Stau. Die Autos übrigens sehr häufig von deutschen Herstellern. Hier warten große Herausforderungen an die Zukunft und die Auswirkungen des ungebremsten Wachstums sind eindringlich spürbar.

Pünktlich zu den Jubiläumsfeierlichkeiten kommt Wind auf und bläst den Dreck weg, wir können aufatmen und das Wetter bleibt schön.

Einhelliges Urteil: Die Zeit war zu kurz: „Wir wären so gern länger geblieben“. Am Ende gibt es einen tränenreichen Abschied, aber es wird ein Wiedersehen geben, wahrscheinlich im Mai 2015 in Berlin.



© Text und Fotos: Frau Schipper