Eine Sternstunde in Berlin

In Berlin hat sich am Ende das spürbar bewegte Publikum erhoben, mit langem Beifall. Ohne äußere Verkünstelungen, allein durch ein paar leibhaftige Menschen und ihre Worte war das Theater plötzlich wieder, was es lange nicht war: ein öffentliches Forum. Am selben Ort, wo ein halbes Jahrhundert zuvor Peter Weiss‘ Oratorium zum Auschwitz-Prozess „Die Ermittlung“ uraufgeführt wurde. Jetzt war es noch einmal eine Sternstunde jener Kultur, die auf dem Gedächtnis der Menschheit beruht.

Peter von Becker, Tagesspiegel, 15. Mai 2014

Einige Tage sind schon seit unserem Besuch der Vorstellung „Die letzten Zeugen“ ins Land gegangen. Doch der Eindruck, den sie hinterlassen hat, ist eigentümlich und nachhaltig. Viele Gespräche in der Schule und im Senat haben sich ergeben, die Schülerinnen und Schüler, die Kolleginnen und Kollegen hören nicht auf, sich über Beobachtungen, Erkenntnisse
und Gefühle, die mit diesem Abend zusammenhängen, auszutauschen. Vor allem den Schülerinnen und Schülern ist die Einzigartigkeit des Erlebnisses bewusst geworden.

Ulrike Kramme,
Fachaufsicht Darstellendes Spiel
in der Senatsverwaltung Berlin


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