Am 27.09.2012 besuchte unser Geschichts-Kurs mit Herrn Peper den Martin-Gropius­-Bau um die Ausstellung „Mythos Olympia“ zu sehen. Deswegen hatten wir nach der 3. Stunde Schluss und fuhren zuerst mit dem Bus und dann mit der Bahn dorthin.

Hauptpunkt dieser Ausstellung waren die olympischen Spiele. Wegen der Führung, die wir hatten, haben wir alles gut erklärt bekommen. Zwar störte eine 2. Gruppe, die auch geführt wurde, den Ablauf ein wenig, aber es lief trotzdem alles gut.

Die olympischen Spiele waren das größte sportliche und kulturelle Ereignis der griechischen Antike. Sie wurden alle 4 Jahre am Berg Olymp ausgetragen. Dieser Ort wurde aufgrund seiner Höhe, und somit auch wegen der Götternähe gewählt, denn die olympischen Spiele waren nicht nur eine sportliche Veranstaltung, sondern in erster Linie dafür gedacht, um den Göttern zu zeigen welche Fähigkeiten die von ihnen geschaffenen Geschöpfe besaßen und ihnen zu huldigen. Aus diesem Grund wurden die Wettkämpfe auch ohne Körperbekleidung ausgetragen, um den Göttern ihre SchöpfunginallihrernatürlichenSchönheitzupräsentieren.

Auf dem Gelände befanden sich auch viele Tempelanlagen, denn dieser Ort wurde nicht nur gebraucht, wenn die olympischen Spiele liefen, sondern er war auch ein hochheiliger Ort. Wenn die Olympischen Spiele ausgetragen wurden, wurden den Göttern außergewöhnlich große Mengen an Opfern dargebracht. Ganze Herden von Stieren wurden zu zeremoniellen Zwecken getötet und eingeäschert, aber auch Figuren der Götter oder starker Athleten wurden verbrannt. In den olympischen Spielen traten die Poleis von Griechenland gegeneinander an, die meist von reichen Bürgern repräsentiert wurden, denn es war mit einer großen finanziellen Belastung verbunden, an dieser Veranstaltungteilzunehmen.

Die Teilnehmer mussten ungefähr ein halbes Jahr vor Beginn der Spiele mit dem Training beginnen und diese Zeitspanne, in welcher sie nicht arbeiten konnten, finanziell auszugleichen wissen. Die Wettbewerbe an sich waren sehr brutal. Sie wurden bis zur Aufgabe oder zum Tod des Gegners ausgetragen. Wer verlor wurde geächtet und musste mit seiner Ehre bezahlen. Bei den olympischen Spielen ging es nicht um „Dabei sein ist alles“, man wurde entweder der Sieger oder der Verlierer. Es wurde auch manchmal ein wenig gemogelt. Man hat z.B. beim Ringen Steine unter den Bandagen an den Händen versteckt.

Heute können wir die genauen Umstände von damals nur durch die Überlieferungen rekonstruieren. Diesbezüglich sind, neben den Bauten, Statuen die häufigsten Fundstücke. Statuen haben jedoch den Nachteil, dass Bewegungen nur sehr schlecht dargestellt werden können, was bei einem sportlichen Ereignis wie den olympischen Spielen natürlich der Hauptbestandteil war. Durch viele Statuen die eine Schrittfolge hatten oder der Weiterführung dieser Sportarten bis in die Moderne können wir uns jedoch herleiten, wie es damals gewesen sein musste. Die Statuen waren meist athletischer und muskulöser als die Sieger eigentlich waren, denn die Sieger der olympischen Spiele wurden als götterähnlich angesehen.

Nach etwa einer Stunde war die Führung zu Ende und wir konnten uns aussuchen, ob wir noch bleiben und uns alles nochmal angucken oder schon gehen wollten.


Text von Halit Dur
Tutor: Frau Bogdahn