Liebe Schüler, liebe Eltern und liebe Lehrer,

unsere Homepage bietet nicht nur Informationen rund um unser Gymnasium, sondern will auch einen Eindruck von unserem Schulleben bieten. Hierzu gibt es viele Beiträge von Veranstaltungen, Reisen, Exkursionen oder auch aus dem Unterricht. Was aber wären solche Beiträge ohne Fotos? Meistens langweilig! Deshalb sind Lehrer und Schüler bemüht, viele schöne Fotos zusammenzutragen, um denjenigen, die die Beiträge lesen, einen besseren Eindruck zu vermitteln.

In diesem Zusammenhang gibt es natürlich das Recht am eigenen Bild. Immer wieder fragten wir uns, ob wir diese Fotos eigentlich wirklich veröffentlichen dürfen. Hierzu gibt es inzwischen eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) aus dem Jahr 2013, die sinngemäß folgendes klarstellt:

Veranstaltungen

„Ausnahmen gibt es bei Veranstaltungen. Hier müssen Teilnehmer damit rechnen, auch fotografiert zu werden. Hier geht es um das Geschehen und nicht um die Person an sich.

Die Veröffentlichung von Foto- und Videoaufnahmen bei Sportveranstaltungen sind zulässig, wenn durch ihre Verbreitung keine berechtigten Interessen der Darbietenden verletzt werden.“

Personen als Beiwerk

„Erlaubt ist die Veröffentlichung von Bildern, auf denen Personen nur als Beiwerk (z.B. zufällig vorbeilaufende Personen vor einem fotografierten Gebäude) erscheinen.“


> Quelle: Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (28. Mai 2013, Az.: VI ZR 125/12)

> Link: Urteil des BGH


Grundlage für die aktuelle Rechtsprechung ist der § 23 des Kunsturhebergesetzes (KunstUrhG). Diese Vorschrift wird auch durch die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht ungültig. Das Bundesministerium des Innern hat dazu ausgeführt:

Für die Veröffentlichung von Fotografien enthält das Kunsturhebergesetz (KunstUrhG) ergänzende Regelungen, die auch unter der ab dem 25. Mai 2018 anwendbaren Datenschutz-Grundverordnung fortbestehen. Das Kunsturhebergesetz stützt sich auf Artikel 85 Absatz 1 der Datenschutz-Grundverordnung, der den Mitgliedstaaten nationale Gestaltungsspielräume bei dem Ausgleich zwischen Datenschutz und der Meinungs- und Informationsfreiheit eröffnet. Es steht nicht im Widerspruch zur Datenschutz-Grundverordnung, sondern fügt sich als Teil der deutschen Anpassungsgesetzgebung in das System der Datenschutz-Grundverordnung ein.“ (Quelle BMI: Unter welchen Voraussetzungen ist das Anfertigen und Verbreiten personenbezogener Fotografien künftig zulässig?)


In den vergangenen Jahren haben wir es so gehandhabt, dass jemand, der sich auf einem Homepagefoto nicht sehen wollte, eine kurze Mail an uns schickte (redaktion-ldv@arcor.de) und in dieser Mail beschrieb, wo er/sie sich auf dem Foto befand. Das Gesicht wurde dann natürlich umgehend mit einem Filter unkenntlich gemacht. Das werden wir selbstverständlich auch weiterhin so handhaben. Außerdem werden wir auch weiterhin streng darauf achten, dass keine kompromittierenden und peinlichen Fotos veröffentlicht werden. Das würden wir von eigenen Fotos ja auch nicht wollen.

Wir hoffen, dass das im Sinne aller ist und wir weiterhin viele schöne Fotos auf unserer LdV-Homepage haben werden.


© Beitragsbild by Tim Reckmann / pixelio.de