Schüleraustausch zwischen der Leonardo-da-Vinci Oberschule ( Berlin) und
der Haidian Art Vocational School (Peking)

Vom 12. Mai – 24. Mai 2008

Nach einem Nachtflug via London wird die Gruppe in Peking gewohnt herzlich am Flughafen empfangen. Nach dem offiziellen Empfang an der Schule durch den Schulleiter, Herrn Wang, und einem anschließenden gemeinsamen Essen werden die Schüler von ihren Gastfamilien abgeholt und verbringen dort den ersten Tag. Der Aufenthalt in den Familien und gemeinsame Aktivitäten mit diesen stellen einen wichtigen Teil des Austauschs dar. So können die Schülerinnen und Schüler einen tieferen Einblick in die Lebensgewohnheiten und die fremde Kultur gewinnen.

Die chinesischen Eltern nehmen diese Aufgabe sehr ernst und scheuen keinen Aufwand: Teilweise werden extra Wohnungen angemietet oder zumindest renoviert, um den deutschen Gästen den gewohnten Standard bieten zu können. Einige haben extra Urlaub genommen, um die Betreuung in den zwei Wochen überhaupt leisten zu können.

Von den zehn teilnehmenden Schülern lernen sieben seit zwei Jahren Chinesisch als 3.Fremdsprache. Für diese Schüler bietet sich erstmals Gelegenheit, ihre Kenntnisse direkt anzuwenden.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist der Unterrichtsbesuch gemeinsam mit chinesischen Schülern. Die Haidian Art Vocational School ist vergleichbar einem Berufsbildungszentrum; es gibt zwei Schulstandorte: Die sogenannte Südschule umfasst unter anderem die Bereiche Computeranimation und Touristik, die sogenannte Nordschule die Bereiche Musik, Tanz und Kunst. So haben unsere Schüler am Unterricht zur Entwicklung von Animationsfilmen teilgenommen und damit einen Einblick in das konkrete Schulleben nehmen können. An der Nordschule haben wir gemeinsam Kurse über Bambusmalerei und Kalligraphie besucht. Letzteres ermöglichte eher einen Zugang zu traditionellen chinesischen Kunst, während die Südschule mehr die Öffnung für neue, zukünftig wichtige Themen repräsentiert.

Darüber hinaus haben wir ein umfangreiches Besichtigungsprogramm absolviert. Wichtige Sehenswürdigkeiten wie „Die verbotene Stadt“, „Der Sommerpalast“ und die „Große Mauer“ gehörten dazu sowie der Besuch des chinesischen Nationalmuseums, das erst kürzlich eröffnet wurde. Letzteres zeigt auf sehr anschauliche Weise die chinesische Geschichte und parallel dazu auch Ausschnitte aus der europäischen und amerikanischen, so dass hier unmittelbar Vergleiche gezogen werden konnten.

Besonders beeindruckend waren natürlich auch Spaziergänge durch alte Viertel (Hutongs), die Einblicke in traditionelle Lebensformen boten, und die Besichtigung der neuen Viertel, die eine Ahnung von der rasanten Entwicklung Pekings/ Chinas geben, hier sei vor allem die Gestaltung der olympischen Stätten genannt.

Eine Abschlussveranstaltung am Ende des Besuchs mit allen beteiligten Eltern, Schülern und Lehrern rundete den Besuch ab. Die Einladung für den Gegenbesuch im Sommer 2009 ist bereits ausgesprochen, so dass dieser erfolgreiche Austausch fortgesetzt werden wird.

Agnes Schipper (Fahrtenleiterin)
Berlin, 14. Juni 2008