Vom schulinternen Wettbewerb in das Landesfinale im Berliner Abgeordnetenhaus

„Eine Demokratie braucht fähige Bürger. Bürger, die kritische Fragen stellen, die ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinandersetzen, die zuhören und über den eigenen Horizont hinaus blicken.“
(Q: http://www.jugend-debattiert.de/)

Auch unser Gymnasium hat das große Potenzial von „Jugend debattiert“ erkannt und integriert dieses Vorhaben seit diesem Schuljahr (2015/2016) verbindlich in den Deutschunterricht der 8. Jahrgangsstufe: Debatten beantworten und durchleuchten dabei hochaktuelle Fragen aus den Bereichen Jugend, Schule, Umwelt, Beruf und Politik.

Eine lebendige Demokratie braucht die kritische Auseinandersetzung, das Durchleuchten von „zwei Seiten einer Medaille“ auf Grundlage einer kritischen und aktuellen Frage. Deshalb trainieren jedes Jahr mehr als 135.000 Schülerinnen und Schüler mit Jugend debattiert das Durchführen und Auswerten einer durch Regeln bestimmten Debatte.

Doch wie läuft so eine Debatte eigentlich ab?

Am Anfang steht immer eine Entscheidungsfrage, auf die man nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann. Eine Klassikerfrage, die unsere Schule betrifft, lautet zum Beispiel: Sollte das generelle Smartphone bzw. Handyverbot gelockert werden? Wer mit „Ja“ antwortet, spricht sich für das Gefragte aus („pro“), also Handyverbot sollte in Zukunft gelockert werden. Wer „Nein“ sagt, wendet sich dagegen („contra“), also das Handyverbot soll erhalten bleiben. Eine gute Debatte lebt von gegensätzlichen Ansichten, die sachlich vertreten werden. Ebenso wichtig wie die Position ist die Begründung. Debatten zielen darauf ab, herauszufinden, welche Argumente am meisten überzeugen. Dafür ist gute Sachkenntnis unentbehrlich. Darüber hinaus zählen für den Wettbewerb weitere wichtige Kategorien wie Überzeugungskraft, Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit.

Auf einen großen Erfolg kann unsere Schule sogar schon zurückblicken: Im Schuljahr 2012/2013 qualifizierte sich Kenneth Joiko als der beste Debattant seiner Klasse und kämpfte sich bis in das schulinterne Finale. So hatte er die Möglichkeit, mit zwei weiteren Schülern auf der Regionalebene zu debattieren. Darüber hinaus konnte er einige positive und bestärkende Erfahrungen sammeln, sodass er mit großem Elan den Wettbewerb 2013/2014 anging. Er qualifizierte sich für den Regionalwettbewerb des Verbundes V von Berlin, konnte sich dort sogar gegen die Schulbesten weiterer teilnehmender Schulen durchsetzen und ging letztlich als Sieger hervor. So hatte er die Chance, unsere Schule im Rahmen des Berliner Landesfinales im hiesigen Abgeordnetenhaus zu vertreten. Auch wenn Kenneth damals den vierten Platz erreicht hatte, unsere Schule hat er souverän vertreten! Auch und gerade an dieser Stelle gilt: Nach dem Wettbewerb, ist vor dem Wettbewerb. In diesem Sinne freuen wir uns schon auf weitere spannende Debatten in Zukunft: diese sind für das Fortbestehen einer offenen und demokratischen Gesellschaft existenziell.

Bundesfinale 2015:

Die spannenden Streitfragen lauteten für die Altersgruppe 1:
Sollen Jugendliche ab 23 Uhr eine Ausgangssperre erhalten?
Und für die Altersgruppe 2:
Sollen religiöse Bildverbote in den Medien beachtet werden?

Frau Seyferth, Frau Lemke – Koordinatorinnen von Jugend debattiert


Soll am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium ein grundsätzliches Verbot der Nutzung von Smartphones für Lehrende wie Lernende bestehen?

Soll der Verkauf von Süßigkeiten in der Cafeteria beschränkt werden?

Soll der Unterricht erst um 9:00 Uhr beginnen?

Sollen die Lernenden in Onlineportalen ihre Lehrer bewerten dürfen?

Sollten Lehrer über Facebook mit ihren Schülern „befreundet“ sein?

Sollte es ab 28°C im Schatten für alle Schüler hitzefrei geben?



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