Wir gratulieren! Ein ehemaliger Schüler unserer Schule erhält den Leibniz-Preis 2016, der mit 2,5 Millionen Euro für seine weiteren Forschungen dotiert ist.

Professor Doktor Frank Bradke legte 1989 im ersten Abiturjahrgang unserer Schule sein Abitur mit der Note 1,0 ab. Anschließend studierte er Biochemie in London und Berlin. Nach der Promotion in Heidelberg und Aufenthalten in Stanford und San Francisco leitete er eine Nachwuchsgruppe am Max-Planck‐Institut für Neurobiologie in Martinsried. Seit 2011 forscht Frank Bradke am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn und ist zugleich Professor an der Bonner Universität.

Frank Bradke antwortete auf die Frage, ob wir seinen Erfolg auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen: „Na klar, das Leonardo hat ja nun wirklich den Grundstein dafür gelegt!“

Der Leibniz-Preis, den er am 1. März 2016 in Berlin überreicht bekommt, ist der wichtigste deutsche Forschungsförderpreis. Zehn Preisträger (jeweils drei aus den Lebenswissenschaften, den Naturwissenschaften sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften und einer aus den Ingenieurwissenschaften) erhalten ein Preisgeld von je 2,5 Millionen Euro für ihre weiteren Forschungsarbeiten.

Frank Bradke erhält den Leibniz-Preis 2016 für seine wegweisenden Forschungen auf dem Gebiet der regenerativen Neurobiologie. Im Mittelpunkt seines Interesses steht das Wachstum der Axone, also jener Fortsätze von Nervenzellen, deren fehlende Regenerationsfähigkeit eine zentrale Rolle bei Querschnittslähmungen spielt. Wie diese Fasern doch wieder zum Wachstum angeregt werden können, untersuchte er in einer ganzen Reihe aufeinander aufbauender Arbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind sowohl für die Grundlagenforschung als auch für therapeutische Ansätze von außerordentlicher Bedeutung.

Und wer weiß, vielleicht gelingt es Frank Bradke im weiteren Verlauf seiner Forschungen sogar, dass Nervenzellen bei Querschnittsgelähmten wieder so zum Wachsen angeregt werden können, dass Bewegungen wieder möglich werden. Und dann wäre bestimmt der Nobelpreis fällig!


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