Leonardo da Vinci ist am 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci geboren.
Er war ein erfolgreicher Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph und wird als das
italienische Universalgenie bezeichnet.
Leonardo da Vinci verbrachte den größten Teil seiner Jugend in Florenz. Schon früh interessierte er sich für Musik, Zeichnen und Modellieren.
Sein Vater zeigte einige seiner Zeichnungen Andrea del Verrocchio,
der die künstlerische Begabung des Jungen erkannte und ihn in seine Werkstatt aufnahm.
Leonardo hatte seine Lehrzeit 1472 abgeschlossen, arbeitete aber weiter in Verrocchios Werkstatt. Zu diesem Zeitpunkt findet sich
Leonardos Name in den Listen der St.-Lukas-Gilde, der Malergilde von Florenz. Hier lebte und arbeitete er weitere zehn oder elf
Jahre und wird bis 1477 immer noch als Schüler oder Lehrling Verrocchios bezeichnet. 1480 war er selber Meister und schuf religiöse
Werke wie die Verkündigung und sein Porträt von Ginevra de' Benci. 1482 begab sich der Künstler nach Mailand.
In Mailand war Leonardo durch seine Verbindung beispielloser technischer Begabung, Redegewandtheit, seinen gewinnenden höfischen
Charme und einer starken kreativen Erfindungsgabe zum führenden Geist in allen Hofzeremonien und Festivitäten geworden.
Er machte Aufzeichnungen über die Ergebnisse seiner Studien in Geometrie, Statik und Dynamik, menschlicher Anatomie sowie den
Phänomenen von Licht und Schatten. Aus dem Jahr 1492 stammt die Studie über ästhetische bzw. natürliche
Körperproportionen.
Zwischen 1493 und 1508 wurde die zweite Fassung der
Madonna in der Felsengrotte
gemalt – von Leonardo begonnen und fortgeführt von seinem Schüler Ambrogio de Predis. Sie befindet sich heute in der
National Gallery in London. Die erste Fassung wurde von
der Bruderschaft der unbefleckten Empfängnis nicht akzeptiert, weil sie nicht deren Vorstellungen entsprach.
Eines seiner berühmtesten und wohl auch rätselhaftesten Bilder ist
Das letzte Abendmahl im
Refektorium des Klosters
Santa Maria delle Grazie in Mailand. Es war und ist Gegenstand
vieler Legenden und fehlgeleiteter Experimente. Nachdem es über die Jahrhunderte schwere Beschädigungen davongetragen hatte,
sind seine Überreste 1904-1908 auf wissenschaftlicher Grundlage konserviert worden.
Im Frühjahr 1502 trat er in den Dienst Cesare Borgias, des Herzogs von
Valentino. Zwischen Mai 1502 und März 1503 bereiste Leonardo als oberster Ingenieur einen großen Teil Mittelitaliens. 1503 kehrte
der Künstler wieder nach Florenz zurück.
In den Jahren 1503–1506 arbeitete Leonardo am Porträt der Mona Lisa.
Seit 1804 ist das Gemälde im Louvre ausgestellt. Anschließend zieht Leonardo
nach Mailand, wohin ihn der französische Gouverneur Charles d'Amboise eingeladen hat, für Ludwig XII.
zu arbeiten; 1507 wird er zum Hofmaler und ordentlichen Ingenieur Ludwig XII. ernannt. 1513 zieht Leonardo da Vinci nach
Rom. Die einzigen Gemälde, die der Meister nach der Quellenlage sicher in Rom
anfertigte, waren zwei kleine Tafelbilder für einen Beamten des päpstlichen Hofes. Außerdem geriet er immer mehr unter Konkurrenzdruck
durch die angesehenen Künstler Raffael und
Michelangelo.
1517 zieht Leonardo da Vinci nach Amboise, wo er am 2. Mai 1519 stirbt.