Wählt man die Farben für Hintergrund und Schriftfarbe aus, muss man auf drei Dinge achten:

Lesbarkeit, Lesbarkeit und Lesbarkeit!


Der Kontrast


Nur wenn ein möglichst hoher Kontrast zwischen Hintergrund und Textfarbe erreicht wird, kann ein Text gut gelesen werden. Dabei kann der Kontrast bei sehr großen Texten (wie zum Beispiel dem Titel) zur Not auch einmal etwas schwächer ausfallen, weil die Größe des Textes das meist ausgleicht. Je kleiner der Text aber ist, desto stärker muss der Kontrast sein.

Um einen ausreichenden Kontrast zu erkennen, reicht schon das eigene Auge. Wie auf der Grafik links erkennt man recht schnell, ob ein Text gut lesbar ist oder nicht. Gelbe Schrift auf weißem Hintergrund oder dunkelblau auf schwarz – das erkennt jeder.


Für Fortgeschrittene:
Wenn man sich einmal unsicher ist und sich ein bisschen mit Grafikprogrammen auskennt, kann man die verwendeten Farbwerte testen (#000000 = schwarz, #FFFFFF = weiß, anstelle von „0“ oder „F“ sind alle Werte von „0 bis 9“ und von „A bis F“ erlaubt und ergeben dann die Farben): Hier findet man eine Seite, auf der man die Farb- und Kontrastwerte testen kann. Wichtig sind die beiden oberen Werte in der rechten Spalte. Der oberste Wert sollte größer als 125 sein, der Wert darunter größer als 400 – optimal größer als 500 – sein. Die Seite gibt es leider nur auf englisch, sie ist aber eigentlich selbsterklärend.

Ein kostenloses Grafikprogramm mit professionellem Anspruch ist Gimp (http://www.gimp.org/). Das Programm bietet eine komplett deutsche Oberfläche, erfordert aber eine lange Einarbeitung, um es wirklich sinnvoll nutzen zu können.


Der Hintergrund


Wichtig für die Lesbarkeit ist aber natürlich auch der Hintergrund. Ein einfarbiger Hintergrund sorgt – bei ausreichendem Kontrast – für eine gute Lesbarkeit. Ein unruhiger Hintergrund verringert sie in der Regel.

Das folgende Beispiel zeigt, dass zum Beispiel ein Fotohintergrund eine Präsentation sehr interessant aussehen lassen kann. Durch eine relativ große Schrift ist die Lesbarkeit (gerade) noch gewährleistet. Erreicht wird das dadurch, dass man zwischen Hintergrund und Text eine Fläche einfügt, die man einfärbt (je nach gewünschtem Effekt heller oder dunkler) und der man dann eine gewisse Transparenz (Durchsichtigkeit) verleiht. So wird der Hintergrund etwas ruhiger und trotzdem scheint das Foto noch hindurch.


Die passende Farbe


Ein wichtiger Punkt bei der Farbwahl der Präsentation ist die Farbassoziation – die Farbe sollte zum Thema passen!

Eine Präsentation zum Thema Sonne in grün, eine zum Thema Wasser in gelb oder eine Präsentation zum Thema Sommerwiese in blau – alles das wird man als unpassend empfinden. Der Inhalt der Präsentation kann noch so gut sein – die Frage wird auftauchen, warum gerade diese unpassende Farbe gewählt wurde.

Dabei reicht eigentlich schon ein simpler Trick: Schaut euch Fotos zu eurem Thema an. Der Farbton, der am häufigsten auftaucht, ist mit Sicherheit geeignet.

Als Hilfestellung kann aber auch die folgende Tabelle dienen:

Weiß Reinheit, Unschuld
 Schwarz Tod, Trauer, Eleganz, Schwere, Ernst
 Grau Neutralität, Eleganz
 Blau Wasser, wirkt kühl,
steigert die Wirkung warmer Töne
 Rot Feuer, Wärme, Dynamik, Aktivität, Warnfarbe
 Gelb Anregend, heiter, dynamisch,
verstärkt die Wirkung anderer Farbtöne
 Orange Hohes Maß an Aktivität, erregt Aufmerksamkeit
 Grün Natur, Wachstum, beruhigend

Das alles sind aber trotzdem nur Vorschläge. Wählt man eine vollkommen andere Farbgebung und kann diese begründen, ist natürlich nichts dagegen einzuwenden. Abschließend noch ein Beispiel für eine „mutige“ Farbwahl, die aber trotzdem perfekt zum Thema passt. Aufpassen muss man hierbei, dass die Texte gut lesbar sind.


© Beitragsbild by Deliah Duckstein
© Texte und Bilder by Claudio Bechinie @ Leonardo da Vinci Gymnasium Berlin