Am 21. Dezember 2016 absolvierte der Geschichts-Leistungskurs von Frau Seyferth im Rahmen einer außerschulischen Exkursion ein aufschlussreiches und interessantes Seminar im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“.   

Eingeleitet wurde unser Seminar mit einem Rundgang durch die Ausstellungsbereiche des Dokumentationszentrums. Inmitten unserer Heimatstadt Berlin liegt das Gelände der „Topographie des Terrors”, neben dem Martin-Gropius-Bau und unweit des Potsdamer Platzes. Dort befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen des nationalsozialistischen Terrors: das Geheime Staatspolizeiamt mit eigenem „Hausgefängnis”, die Reichsführung-SS, der Sicherheitsdienst (SD) der SS und während des Zweiten Weltkriegs auch das Reichssicherheitshauptamt. (http://www.topographie.de/historischer-ort)

Nach dem überblickenden Rundgang durch die Ausstellung wurde unser Kurs in einem externen Seminarraum in Gruppen zum übergreifenden Thema „Volksgemeinschaft – Gemeinschaft und Ausgrenzung“ eingeteilt.

Die Verheißung einer „rassisch reinen“ „Volksgemeinschaft” prägte die Propaganda der Nationalsozialisten. Das Seminar zielte auf eine selbstständige Beantwortung von zahlreichen kritischen Fragen, die sowohl die Propaganda als auch die sozialen Realitäten der „NS-Volksgemeinschaft“ betrafen.  Diese fußte auf dem spezifischen NS-Menschen- und Gesellschaftsbild und daraus erfolgte wiederum die Zuweisung von Integration und Ausschluss von bestimmten Menschengruppen. Dieser Mechanismus wurde während der selbstständigen Gruppenarbeiten anhand von ausgewählten Zeitzeugnissen quellenkritisch näher beleuchtet. Anschließend wurden die Gruppenarbeitsergebnisse vor den jeweiligen Ausstellungsexponaten vorgetragen. Diese wurden anschließend durch tiefergehende Kenntnisse durch unseren Guide, Herrn Ogiermann, ergänzt, sodass für uns ein optimaler Lernerfolg gesichert war.

Der Besuch der Topografie, die bewusste Kenntnisnahme und Analyse der zahlreichen interessanten Quellen, vor allem der Fotografien aus der NS-Zeit, sowie die arbeitsteiligen Gruppen- und anschließenden Präsentationsarbeiten gaben uns nicht nur die Möglichkeit das Dokumentationszentrum als historischen Ort inmitten unserer Heimatstadt kennenzulernen, sondern diesen auch als Ort des Lernens zu begreifen. Vor allem auch die unterirdisch angelegte Bibliothek bietet sich als Zentrum des BE-GREIFENS DES UN-BEGREIFLICHEN an.

Nähere Infos finden Sie unter: http://www.topographie.de

Lemmy Däberitz, nun bereits 4. Semester am 5.1.2017