{"id":2993,"date":"2016-01-29T19:46:23","date_gmt":"2016-01-29T18:46:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.claudio-bechinie.de\/Wordpress-Test\/?p=2993"},"modified":"2022-11-23T15:00:43","modified_gmt":"2022-11-23T14:00:43","slug":"dunkelheit-eine-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.leonardo-da-vinci-gymnasium.de\/?p=2993","title":{"rendered":"Dunkelheit \u2013 eine Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Der erste Teil der Geschichte erschien in der Ausgabe 03 der&nbsp;<strong>mona&nbsp;<\/strong>im Dezember 2015. F\u00fcr alle, die diese Ausgabe nicht gekauft haben, stellen wir den ersten Teil als PDF-Datei zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Teil 1<\/h5>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"387\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.claudio-bechinie.de\/Wordpress-Test\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/duesternis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2994\" srcset=\"https:\/\/www.leonardo-da-vinci-gymnasium.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/duesternis.jpg 387w, https:\/\/www.leonardo-da-vinci-gymnasium.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/duesternis-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 387px) 100vw, 387px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-normal-font-size\"><a href=\"http:\/\/www.claudio-bechinie.de\/Wordpress-Test\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Dunkelheit.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Download <\/a>der PDF-Datei von Teil 1 der Geschichte.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Teil 2<\/h5>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Es ist kurz nach 20:00 Uhr. Ich habe mir einen Pfefferminztee gemacht und zappe im Schnelldurchlauf durch die Fernsehprogramme. Bei RTL l\u00e4uft \u201eDSDS\u201c und bei Super RTL gibt es \u201eVermisst\u201c. Auf n-tv l\u00e4uft eine Doku mit dem Titel \u201eIst das Morgen aus der Sicht von gestern wirklich Heute? \u2013 na Guten Morgen\u201c. Verwirrt mache ich den Fernseher aus.<br>Jetzt merke ich, dass ich diese Sender vermisse, die mir Antworten auf all die vielen Fragen geben, die ich nicht gestellt habe, aber die mich trotzdem interessieren. Ja ich verpasse eine ganze Menge! Nun mache ich den Fernseher doch schnell wieder an. Logisch, dass ich jetzt \u201eVermisst\u201c gucke.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDanke f\u00fcr Ihre Hilfe, da werde ich gleich hinfahren\u201c, sagt die Frau im Fernseher auf Englisch, \u201eso, also ich werde nach Shelby\/Alabama fahren und mich dort nach John Brisson umh\u00f6ren. Thank you so much\u201c, bedankte sie sich noch mal. Dann l\u00e4uft die Werbung. Die leere Teetasse bringe ich in die K\u00fcche, schalte den Fernseher doch aus und schlafe sofort ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wache auf, ziehe mich an, packe die Sachen, die ich f\u00fcr meinen Job brauche, und fahre mit dem Bus los. Inzwischen ist es 08:20 Uhr. Ich kaufe mir einen warmen Kakao.<\/p>\n\n\n\n<p>08:30 Uhr und ich fange an zu arbeiten. Der Tag geht schnell vor\u00fcber: Zwischen 12:30 Uhr und 13:00 Uhr ist Mittagspause und um 15:30 Uhr ist Schluss. Nun fahre ich nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist 17:30 Uhr. Ich habe alles f\u00fcr die Arbeit morgen vorbereitet, also r\u00e4ume ich meine Sp\u00fclmaschine ein und mache noch ein wenig sauber in meiner Zweizimmerwohnung. Es ist wieder kurz nach 20:00 Uhr abends, also ich wieder ein bisschen Fernsehen, mache das Licht und den Fernseher nach einer Zeit wieder aus und lege mich hin \u2013 wieder schlafe ich sofort ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch am n\u00e4chsten Morgen wache ich gelangweilt auf und stelle fest, wie langweilig mein Tagesablauf doch eigentlich ist. Ich ziehe mich an, gehe aus dem Haus, in den Bus, den ich jedes Mal nehme und beobachte immer noch unmotiviert die nach rechts vorbeifliegenden H\u00e4user. Es sieht aus, als ob alle H\u00e4user von meinem Ziel, dem Arbeitsplatz, fliehen w\u00fcrden. Meine Haltestelle, ich steige aus.<br>Jetzt muss ich den Rest zu Fu\u00df laufen und komme zu einer Kreuzung. Dabei komme ich an einer Litfa\u00dfs\u00e4ule vorbei. Auf einem Plakat ist eine braungebrannte Blondine im Liegestuhl am Strand mit einem bunten Getr\u00e4nk in der Hand zu sehen. Dar\u00fcber steht in dicken, freundlichen Buchstaben: \u201eDem Alltag entfliehen? \u2013 Wenden Sie sich an unsere Mitarbeiter\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich gehe etwas langsamer, gedankenverloren weiter und komme an der darauffolgenden Kreuzung an. Noch halb tr\u00e4umend schaue ich, ob die Ampel gr\u00fcn zeigt: Ja, doch als ich gerade losgehen m\u00f6chte, schaltet sie um. Es ist rot und genau die andere Richtung der Kreuzung zeigt gr\u00fcn. Ich folge mit den Augen den Weg der Stra\u00dfe, der mich zum Bahnhof f\u00fchrt. Ich habe irgendwie das Gef\u00fchl, dass der Bahnhof mich ruft. Ich folge dem Ruf.<br>Als ich auf der anderen Stra\u00dfenseite bin, drehe ich mich nochmal um, die Ampel ist rot: Es gibt also kein Zur\u00fcck mehr. Also gehe&nbsp; ich zum Bahnhof, kaufe mir ein Ticket f\u00fcr den n\u00e4chsten Zug und steige auch schon ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist 11:35 Uhr. Der Zug h\u00e4lt an. Ich steige mit knurrendem Magen aus, hier ist alles anders. Die Stra\u00dfen sind aus Pflastersteinen und die H\u00e4user sind im Fachwerkstil gebaut. Ich sehe ein Gesch\u00e4ft und gehe rein. Die Regale sind alle voll, aber nicht so voll, dass sie einem beim Vorbeigehen entgegenfallen. Ich kaufe mir eine Packung Toastbrot, eine Flasche Wasser und eine T\u00fcte und suche ich mir eine Bank.<br>An einer Stra\u00dfenseite finde ich eine und setze mich hin. Neben mir sitzt ein Mann. Er hat kurze braune Haare und hat einen schicken Anzug. Au\u00dferdem h\u00e4lt er in der Hand ein halb aufgegessenes, belegtes Vollkornbrot.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nehme mir meinen Toast und bei\u00dfe rein. Nun schaue ich gerade aus, wobei mir ein Plakat an einer Stra\u00dfenlaterne auff\u00e4llt. Ich gehe hin, um es mir besser anschauen zu k\u00f6nnen. Das Plakat ist gewellt, wahrscheinlich weil es vor kurzer Zeit geregnet hat und auf ihm steht: \u201eDie Fl\u00fcchtlinge kommen. Helfen Sie ihnen und spenden Sie Nahrung, Decken oder Geld. Bringen Sie die Spenden bitte zu\u2026\u201c \u2013 mitten im Satz h\u00f6re ich auf zu lesen, da der Mann auf der Bank mich pl\u00f6tzlich fragt:<br>\u201eUnd? Werden Sie etwas spenden?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e\u00c4hm, ich kenne den Weg nicht, weil ich hier nicht wohne\u201c, erwidere ich \u00fcberrumpelt. Er sieht mir direkt in die Augen: \u201eDas kann Sie ja nicht am Spenden hindern, oder?\u201c<br>Jetzt hellt sich sein Gesicht regelrecht auf: \u201eIch k\u00f6nnte Ihnen den Weg zeigen\u201c, f\u00fcgt er noch hinzu.<br>Ich schaue auf ein Stra\u00dfenschild, das mir sagt, dass ich in der Hollerstra\u00dfe bin.<br>\u201eJa, gerne\u201c, l\u00e4chle ich freundlich zur\u00fcck und auch er l\u00e4chelt mich an.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Teil 3<\/h5>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Emma Weinbau und Herr K\u00fchlmann, dessen Vorname Billy ist, gehen zu der Stra\u00dfe, die auf dem Plakat genannt war. Davor sind sie noch zu Billys Wohnung gegangen, um noch ein paar alte Sachen mitzunehmen. Emma wartete auf der Stra\u00dfe. Nachdem er wieder aus seiner Wohnung kam, waren seine Haare nicht mehr so strubblig&nbsp; und er roch sehr maskulin nach einer Mischung aus Zitronengras, Sattelleder und Whiskey \u2013 er wollte ihr gefallen.<br>Auf dem Weg haben sie sich unterhalten. Emma erfuhr von seinem Namen und dass er seinen Job gek\u00fcndigt hat. Billy erfuhr, dass sie Emma Weinbau hei\u00dft und wie sie hier gelandet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie kommen an. Da steht ein Milit\u00e4rzelt, in das sie hineingehen. Hier ist eine Frau mit braunen Haaren und blauen Augen. \u201eHallo! Wie kann ich Ihnen helfen?\u201c, fragt sie und klang dabei sehr gestresst. \u201eWir haben ihr Plakat gelesen und wollten etwas spenden\u201c, antwortet Billy.<br>\u201eK\u00f6nnen Sie schwimmen?\u201c, fragt die \u00fcberforderte Frau r\u00fcde.<br>\u201eJa!?\u201c, antwortet Emma verunsichert.<br>\u201eGut, wir brauchen n\u00e4mlich noch ein paar Freiwillige, die auf dem Boot helfen, Fl\u00fcchtlinge aus dem Meer zu retten. Ein Fl\u00fcchtlingsboot ist in Seenot geraten. Wir m\u00fcssen schnell handeln!\u201c, erz\u00e4hlt die Frau hektisch und mit einer ernsten Miene.<br>\u201e\u00c4hm, wir wollten eigentlich nur Spenden\u2026\u201c, antwortet Emma leise.<br>\u201eAch, keine Sorge, Sie sind ja nicht allein!\u201c, beruhigt die Frau.<br>\u201eOkay\u2026\u201c, sagt Emma, doch klingt nicht ganz \u00fcberzeugt.<br>Die Frau dreht sich um. \u201eLorenzo! Wir haben Freiwillige!\u201c, schreit sie zum anderen Ende des Zeltabschnitts. Erst jetzt sehen die beiden dort im Schatten die Person, mit der die Frau redet.<br>\u201eIch komme an schon\u201c, antwortet die tiefe Stimme von Lorenzo. Die Frau nahm die n\u00f6tigsten Personalien von Emma und Billy auf und Lorenzo kam ins Licht. Er kam mit zwei kompletten Sets wetterfester Kleidung, die aus zwei Regenjacken mit Hosen, Gummistiefel und zwei M\u00fctzen bestand. Emma zieht ihre High Heels aus und die Gummistiefel an. \u00dcber ihre Klamotten zieht sie die Gummikleidung. Billy macht das Gleiche und die beiden folgen Lorenzo zu einer Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIhr steigt in das Auto, das gleich hier sein sollte, ein. Ron wird euch dann an den Steg fahren\u201c, sagt er. Bevor Emma etwas sagen kann, dreht er sich um und geht. Es h\u00e4lt ein Auto und eine T\u00fcr geht auf. \u201eWer seid ihr?\u201c, fragt der Fahrer des Autos.<br>\u201eSind Sie Ron?\u201c, fragt Billy h\u00f6flich, woraufhin Ron genervt sagt: \u201eJa und ihr?\u201c<br>\u201e\u00c4hm\u2026 Lorenzo meinte, dass Sie uns zum Steg bringen\u201c, antworte Emma mal wieder verunsichert und denkt sich: \u201eW\u00e4re ich blo\u00df zu meinem Job gegangen, dann h\u00e4tte ich keins dieser Probleme.\u201c W\u00e4hrenddessen denkt sich Billy: \u201eH\u00e4tte ich sie blo\u00df nicht gefragt, ob sie spenden will. Das gef\u00e4llt mir ganz und gar nicht.\u201c<br>\u201eSteigt einfach ein\u201c, meint Ron rau. Sie tun, was er sagt und steigen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist 14:27 Uhr. Als sie am Steg ankommen, regnet es. Hier ist schon ein kleines Fischerboot am Ablegen. Es will die Verungl\u00fcckten retten. Billy und Emma eilen auf das Boot. Dort ist das reinste Chaos: Leute rennen hin und her. Das Boot f\u00e4hrt z\u00fcgig in die entsprechende Richtung. Die Wellen lassen das Schiff hoch und runter schnellen, sodass sich nicht nur bei den Freiwilligen der Magen umdreht. Es dauert eine Dreiviertelstunde&nbsp; bis sie das Fl\u00fcchtlingsboot finden, das am Untergehen ist, jedoch noch gut zu sehen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Billy hatte sich inzwischen etwas an das Hoch und Runter auf dem Kutter gew\u00f6hnt. Als er bemerkt, dass in den Schaumkronen der Wellen gef\u00fchlte Hunderte von Menschen im Wasser schwammen. \u201eDa!\u201c, schreit er um alle zu alarmieren. Als das Rettungsschiff sich vorsichtig den Verungl\u00fcckten n\u00e4hert, versuchen die Fl\u00fcchtlinge sofort auf das Schiff zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Fl\u00fcchtlinge paddeln hilflos im Wasser umher. Die Freiwilligen und die Besatzung ziehen so viele Fl\u00fcchtlinge wie m\u00f6glich auf das Schiff. Kinder sind ersch\u00f6pft, Frauen zittern vor Angst und die M\u00e4nner versuchen ihre Familien zusammenzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fischerboot wird hin und her geschaukelt&nbsp; \u2013 vom Wetter und den Wellen. Die meisten Fl\u00fcchtlinge sind jetzt auf dem Boot. Es ist kaum Platz zum Atmen, geschweige denn Bewegen.<br>Der Kapit\u00e4n schreit: \u201eWir k\u00f6nnen keinen Einzigen mehr aufnehmen, wenn wir nicht selbst sinken wollen. Wir fahren sofort zur\u00fcck!\u201c Eine starke Welle schl\u00e4gt gegen das Fischerboot. Emma, die gemeinsam mit Billy weiterhin den Verungl\u00fcckten hilft, wird durch diese Welle \u00fcber Bord gezogen, kann sich aber gerade noch an der Reling festhalten. Es versuchen noch im Wasser schwimmende Personen sich an ihr hochzuziehen.<br>\u201eHilfe!\u201c, schreit sie, als sie sp\u00fcrt, wie sie den Halt verliert: \u201eHelft mir!\u201c&nbsp; \u2013 Billy will sie ins Schiff zur\u00fcckholen, als sie genau in diesem Moment den Halt verliert und ins Meer f\u00e4llt. Billy schmei\u00dft ihr einen Rettungsring zu, doch bekommt jemand anderes den Ring vor ihr zu packen. Das Schiff nimmt Fahrt auf.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEmma! Versuch dich irgendwo festzuhalten!\u201c, ruft Billy Emma zu und nach vorn zum Kapit\u00e4n: \u201eHalt! Es ist jemand \u00fcber Bord gegangen!\u201c \u2013 Der Kapit\u00e4n antwortet: \u201eWir m\u00fcssen sofort zur\u00fcck!\u201c Verzweifelt dreht sich Billy wieder Emma zu. Sie ist bereits hinter den Wellen verschwunden.&nbsp; \u201eKommt zur\u00fcck!\u201c, schreit sie entkr\u00e4ftet. Aber das Schiff wendet nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEmma!\u201c,&nbsp; h\u00f6rt sie Billy rufen, aber kann nicht antworten, weil sie etwas unter die Wasseroberfl\u00e4che zieht. Sie kriegt keine Luft. Sie kann nicht nach oben schwimmen und bei jedem Versuch zu atmen, schluckt sie Salzwasser. Billy ist unter Schock. Er hat das alles mit angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Wochen sp\u00e4ter. Es ist Nacht. Billy wird wach. Er starrt in die Dunkelheit.<br>\u201eWo bin ich?\u201c, fragt er laut und erkennt langsam die Umgebung. Er ist im Krankenhaus. Billy steht auf, nach diesem lebensechten Traum kann er ganz sicher nicht so leicht wieder einschlafen.<br>Auf dem Nachttisch liegt das Bild von Herzlinde und Ismamell und unter dem Bett liegen die High Heels von Emma. Er geht durch die G\u00e4nge des Krankenhauses. Eine Krankenschwester l\u00e4uft ihm entgegen.<br>\u201eOh, Herr K\u00fchlmann! Wie geht es Ihnen?\u201c \u2013&nbsp; Sie ist eindeutig die netteste der Krankenschwestern. \u201eNur wieder der Albtraum.\u201c \u2013 \u201eWollen Sie wirklich schon entlassen werden? Haben Sie Bekannte, zu denen Sie gehen k\u00f6nnen?\u201c, fragt die nette Krankenschwester. Er sch\u00fcttelt den Kopf: \u201eNein, das Schicksal der Fl\u00fcchtlinge l\u00e4sst mich nicht in Ruhe, ich muss raus und helfen\u201c.<br>\u201eOkay, legen Sie sich wieder hin und versuchen Sie zu schlafen. Wir reden morgen weiter. Gute Nacht oder haben Sie noch einen Wunsch?\u201c, entgegnet die Schwester. \u201eNein, gute Nacht\u201c, l\u00e4chelt er freundlich und geht zur\u00fcck in sein Zimmer.<br>\u201eWarum musste sie sterben? H\u00e4tte nicht jemand anderes an ihrer Stelle sein k\u00f6nnen?\u201c, denkt er&nbsp; und starrt in Richtung Himmel. Doch es kommt keine Antwort. Billy stellt Emmas Schuhe auf den Nachttisch betrachtet sie. Er legt sich hin, aber schlafen ist unm\u00f6glich. Stattdessen starrt er die Decke an.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>[ D D ]<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der erste Teil von &#8222;Dunkelheit&#8220; erschien in der Ausgabe 03 der mona. 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