Mit Essen spielt man nicht?! - nähere Angaben zur Ausstellung

Mit Essen spielt man nicht?!
Wir schon!
Und das mit Genuss!

Ein Ausstellungsprojekt des Leistungskurse Kunst des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums, Berlin-Neukölln

Mit Essen spielt man nicht? Beitrag zur Ausstellung -Mit Essen spielt man nicht?!-

Doch genau das ist das Motto der Ausstellung des Leistungskurses Kunst des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums, Neukölln!

Unfassbar? Sie werden verblüfft sein, was man mit Nahrungsmitteln anstellen kann und vielleicht auch verstehen: Mit Essen darf gespielt werden!

(Geschmacks-)Nervenkitzel

Lassen Sie sich von den abwechslungsreichen Darstellungen überraschen! Erleben Sie eine Safari der Geschmacksnerven, welche Ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Wir haben exklusiv für Sie die Pinsel, Fotoapparate und Lebensmittel geschwungen und präsentieren Ihnen spielerisch mit unserem Talent die Bedeutung von Essen in der Kunst.

Beitrag zur Ausstellung -Mit Essen spielt man nicht?!- Natürlich wurden wir nicht nur durch die aufregende Welt des Essens in der Kunst geführt! Wir mussten uns, wie schon erwähnt, inspirieren lassen und selbst an die Arbeit (und das mit viel Vergnügen und Appetit)! Unter anderem entstanden Paprikas mit Pastellkreide, Kürbisse und Riesenbrötchen aus Acrylfarbe und zahlreiche monotone Kompositionen von Stillleben. Mit monoton ist aber nicht Langeweile gemeint! Ganz im Gegenteil!

Zwar stellten wir Stillleben dar, doch dies bedeutet nicht, dass die Bilder langweilig sind. Die Komposition spricht für sich, nur die Farbwahl ist monoton, d.h. zweifarbig, gehalten.

Das geht nicht? Und ob! Überzeugen Sie sich selbst davon, dass monoton nicht mit Langeweile gleichzusetzen ist.

Des Weiteren erwarten Sie täuschend echte Äpfel, welche wir unter dem Motto "Trompe l'oeil" hergestellt haben und Sie hoffentlich ein wenig verwirren. Kleine Nudel-Insekten werden Ihnen Schauer über den Rücken jagen und vor Kreativität strotzende Bücher, natürlich auch von uns hergestellt, werden ihren Blick in den Bann unserer Kunst ziehen! Wenn Sie Paprika, Zwiebel und Co. besichtigen wollen... NUR ZU!

Beitrag zur Ausstellung -Mit Essen spielt man nicht?!- Ein Bericht von der Eröffnungsveranstaltung

Nach einigen Wochen harter Arbeit in und außerhalb der Schulzeit, konnten wir am 11. April 2008 endlich die Früchte unserer Arbeit präsentieren. Zuvor bereiteten wir alles gründlich vor:
Die Rahmung und Hängung der Bilder, das Vorbereiten des Buffets und ganz zu Anfang natürlich das Malen unserer Werke.

Um 18 Uhr begann Laura Elßel, eine Mitschülerin der 9. Klasse, die zahlreichen Gäste, darunter Freunde, Lehrer und Verwandte, auf sich aufmerksam zu machen, indem sie uns mit ihrem musikalischen Talent verzauberte. Nach dem ersten grandios auf dem Klavier gespielten und gesungenen Lied lauschten wir der Rede der Leiterin des Gemeinschaftshauses Karin Korte. Sie stellte sich und die Ausstellung vor und lobte uns für unsere Arbeit und Freundlichkeit - an dieser Stelle vielen Dank dafür!

Daraufhin folgte eine Rede unserer Mitschülerin Melanie Marzahn. Es war nicht zu übersehen, dass sie - wie wir alle - aufgeregt war, doch meisterte sie ihre Aufgabe mit Witz und Charme und läutete nach Danksagungen und Vorstellung unseres Kurses den Beginn der Ausstellung ein:

"Doch damit Knabbereien an unseren Werken vermieden werden, haben wir Ihnen ein Buffet errichtet, an welchem Sie sich nach Belieben bedienen können, während Sie sich unsere Arbeit zu Gemüte führen."

Beifall folgte.

Ein weiteres wunderschönes Lied erklang, das einigen Besuchern eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Nachdem sich die ersten Gäste einen kleinen Happen am liebevoll hergerichteten Buffet gönnten, spazierten wir durch den Raum, deuteten auf unsere und andere Werke und erklärten Einiges dazu:

Die gestellte Aufgabe, was uns Probleme machte... ob sich die Arbeit lohnte? Ja, die hat sich gelohnt!

Es war für mich und sicherlich auch für die anderen Kursteilnehmerinnen und unseren Lehrer, Herrn Stefan Neuhaus, eine schöne neue Erfahrung. Dies sah man an den lächelnden Gesichtern, welche alle eine gewisse Erleichterung wiederspiegelten. Erleichterung darüber, die Arbeiten endlich präsentieren zu können. Darüber, dass alles, von der Suche nach Sponsoren, über die Gestaltung der Flyer, bis hin zur Planung für den Aufbau und das Buffet, einwandfrei funktioniert hatte. Und vor allem darüber, dass die Aufmerksamkeit der Gäste begeistert an unseren Fotos, Objekten und gemalten Bildern hing.

Dass unsere Freunde, Bekannten und Verwandten uns so viel Lob schenken würden, das hätte wohl kaum jemand erwarten. Jeder kennt es, wenn die Eltern ihrem Kind sagen, wie schön sein Bild doch ist - egal in welchem Alter das Kind steckt - doch das Lob dieser Menge war wirklich überwältigend.

"Darauf habt ihr doch alle 15 Punkte bekommen?", war eine Bemerkung einer Freundin. Als ich ihr mit einem Kopfschütteln antwortete, war sie ein wenig erstaunt - aber es gab natürlich Unterschiede zwischen den Arbeiten. Und keiner von uns jungen Künstlern ist perfekt - da wären 15 Punkte nicht angebracht, sonst würden wir ja nicht nach Verbesserung streben!

Am Besten schienen die ausgestellten Objekte und Fotos anzukommen. Vor allem vor den Tonäpfeln staute es sich des Öfteren aufgrund der Frage: "Welcher Apfel ist echt?"

Und welcher ist es nun? Tja... das wird nicht verraten, denn die Antwort hat einige überrascht und Sie dürfen bis zum 3. Mai 2008 weiterraten!

Die Nudelobjekte und Küchenfotos, die eine neue Dimension des Essens zeigen, fanden ebenfalls rege Begeisterung, ganz zu schweigen von den unzähligen Stillleben, welche jeden Besucher von zwei Dingen überzeugten:

1. Wir sind talentiert und lernen etwas in der Schule (obwohl sie in Neukölln steht!).
2. Mit Essen spielt man WOHL!

Vor allem Letzteres war sicher nicht leicht einzusehen, doch auch wir mussten mit dieser Erkenntnis leben lernen und fanden Spaß daran, Nudeln zusammenzukleben und das Essen aus dem Kühlschrank zu nehmen und so zu fotografieren, dass ein neuer Sinn erkannt werden kann - auch wenn Mama und Papa das sicherlich seltsam fanden.

Die Vernissage war ein voller Erfolg und eine Erfahrung, die ich ungern vermissen möchte! Allen Besuchern möchte ich für ihre Aufmerksamkeit und das Lob danken, meinem Lehrer und meinen Mitschülern für die Unterstützung und Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass unsere Ausstellung den ein oder anderen dazu angeregt hat und anregen wird, ebenfalls kreativ zu sein, obwohl es gegen die Moral spricht!

Allen zukünftigen Besuchern wünsche ich noch einen guten Appetit!

Sandra Schmidt


Sie haben die Ausstellung verpasst?

Dann können Sie unsere Ausstellung auch noch nach dem 3. Mai im Cornelsen Verlag, wo wir einige unserer Arbeiten ausstellen werden, bewundern. So können die von Kunst-Begeisterten und noch zu Begeisternden unter Ihnen, die im April keine Zeit gefunden haben uns die Ehre Ihres Besuches zu geben, ihre Blicke danach noch an einigen der Kunstwerke laben. Nähere Angaben dazu finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen!

Über uns

Wir sind 17 Kunst-Leistungskurs-Schülerinnen des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums in Berlin-Neukölln, die kurz vor ihrem Abschluss der Schullaufbahn, unter Leitung unseres Lehrers, Stefan Neuhaus, die Ausstellung "Mit Essen spielt man nicht?!?" ins Leben gerufen haben.

Ein halbes Jahr beschäftigten wir uns mit diesem Thema. Der Leitsatz war Programm und es lockte das so oft von Mutti Verbotene, denn der Lehrer betonte immer wieder: "Mit Essen spielt man wohl!"

Er zeigte uns die spannenden Darstellungen von Essen in der Kunst: Vom holländischen Stillleben, über die Monotonie in Bildern, bis hin zu Magrittes Meisterwerk mit dem Motto "Ceci n'est pas une pomme". Auch jüngere Kunst, wie dreidimensionale Objekte von Daniel Spoerri, schürte unsere Kreativität und wurde Inspirationsquelle für die eigenen Arbeiten.

Jetzt liegt die Verantwortung von uns in der Organisation, das heißt der Werbung und Gestaltung dieser Ausstellung. Hiermit laden wir Sie herzlich ein unsere Werke des dritten Semesters zu bestaunen.



 

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